Luxationen sind eine der häufigsten Ursachen für das Versagen von Hüfttotalendoprothesen (Hüft-TEPs) sowohl bei Primär- als auch bei Revisionseingriffen.1-4 Modular Dual Mobility (MDM) wurde entwickelt, um das Luxationsrisiko zu reduzieren und die operativen Ziele hinsichtlich Stabilität und Langlebigkeit bei primären und Revisionseingriffen der Hüfttotalendoprothetik zu unterstützen.
Das MDM-System von Stryker besteht aus einer modularen Kobalt-Chrom-Innenschale, einem Polyethyleneinsatz mit großem Durchmesser (X3) und einem Femurkopf. Die hochglanzpolierte modulare Kobalt-Chrom-Innenschale kann mithilfe des Trident-Verriegelungsmechanismus in jede beliebige Pfannenschale von Stryker eingesetzt werden. Diese Komponenten bilden ein Dual-Mobility-System mit zwei Gleitflächen: eine zwischen dem X3-Polyethyleneinsatz und der Metall-Innenschale (äußeres Gleitlager) sowie eine zwischen dem X3-Polyethyleneinsatz und dem Femurkopf (inneres Gleitlager). Die primäre Bewegung erfolgt im inneren Gleitlager. Bei extremen Bewegungsumfängen kommt zusätzlich das äußere Gleitlager zum Einsatz, wodurch Abrieb reduziert, das Reibungsmoment verringert und die Stabilität erhöht werden kann.5-6
Luxationsstrecke (mm) gemessen mit einer 54-mm-Pfanne bei 45° Neigung und 20° Anteversion8
* Obwohl Oberflächenersatzpfannen eine geringere Luxationshöhe aufweisen, ermöglichen sie den größten Bewegungsumfang (ROM), der bei Erhalt des natürlichen Femurhalses erforderlich ist.
Die X3-Polyethyleneinsätze des MDM-Systems sind in großen Größen erhältlich und ermöglichen eine größere Luxationsstrecke (Strecke, die der Femurkopf zurücklegen muss, um zu luxieren).1 Je größer die Luxationsstrecke, desto besser die Stabilität der Hüfte.7
Im Vergleich zu einer konventionellen Hüft-TEP mit einem 36-mm-Femurkopf bietet MDM eine um 59 % höhere Luxationsstrecke.5,8
MDM ist eine vielseitige Gleitlageroption für Primär- und Revisionseingriffe.1-4 MDM nutzt den Trident Innerchange-Verriegelungsmechanismus, der Chirurgen intraoperative Flexibilität ermöglicht.
MDM X3 ist mit den Acetabulumkomponenten Trident, Trident II und RAS kompatibel und bietet Chirurgen eine Auswahl an verschiedenen Fixationsoberflächen und Schraubenlochkonfigurationen.
Die fortschrittliche Gleitlagertechnologie von MDM X3 wurde entwickelt, um das Verschleißrisiko zu minimieren und damit potenziell die Implantatlebensdauer zu verlängern6 Der Herstellungsprozess des präzisionsentwickelten X3-Polyethylens umfasst eine sequenzielle Vernetzung mit drei separaten Gammabestrahlungsdosen, auf die jeweils ein Erhitzungsprozess folgt. Unser Herstellungsverfahren erzeugt ein Polyethylen mit hoher Festigkeit sowie ausgeprägter Beständigkeit gegenüber Verschleiß und Oxidation.9-11
MDM hat sein Potenzial zur Kostensenkung gezeigt, indem es das Luxationsrisiko reduziert.12-15 Bei der mittelfristigen Nachbeobachtung waren Dual-Mobility-Konstrukte bei Revisionseingriffen nach Hüft-TEP mit einem signifikant geringeren Risiko für Folgeeingriffe verbunden. Dies führte im Jahr 2020 bei europäischen Kostenträgern zu niedrigeren Gesundheitskosten im Vergleich zu Konstruktionen mit größeren Femurköpfen.15
Die in diesen Studien berichteten ökonomischen Ergebnisse beruhen auf landesspezifischen Gesundheitssystemen, Preisstrukturen und klinischen Versorgungspraktiken und sind möglicherweise nicht auf andere Regionen übertragbar.
Cost Analysis of Dual-Mobility Constructs in Revision Total Hip Arthroplasty in 202015
Dual Mobility
Großer Femurkopf
* Der Wert in GBP wurde mit dem durchschnittlichen Wechselkurs von 2020 in EUR umgerechnet. 1 GBP = 1,1248 EUR (https://www.poundsterlinglive.com/history/GBP-EUR-2020).
Modular Dual Mobility (MDM) bietet im Vergleich zu Fixed Bearings nachweislich eine hohe Stabilität16 und ermöglicht eine Anpassung16,17 an primäre, komplexe oder Revisionsindikationen. MDM von Stryker zeigt positive klinische Ergebnisse17-19, die durch Daten belegt sind.
Stabilität
„Dual Mobility zeigte verbesserte PROMs sowie geringere Raten an Luxationen, Wiedereinweisungen und Revisionseingriffen.“
In einer retrospektiven Multicenterstudie mit 27 Zentren wurden 664 Dual-Mobility-Konstrukte mit 218 Fixed bearings verglichen. Dual Mobility zeigte dabei verbesserte PROMs sowie geringere Raten an Luxationen, Wiedereinweisungen und Revisionseingriffen.16
Flexibilität
„Vierfach geringere Luxationsrate“
In einer retrospektiven Analyse von 267 Patienten nach Revisionseingriff zeigte sich bei Patienten mit MDM-Gleitlager trotz eines Selektionsbias zugunsten des Einsatzes von Dual Mobility bei Patienten mit erhöhtem Instabilitätsrisiko eine vierfach geringere Luxationsrate (2,1 % gegenüber 8,7 % bei konventionellen Polyethylen-Einfachgleitlagern; P = 0,067) bei einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 37,8 Monaten.17
Klinische Ergebnisse
„Hervorragende klinische- und von Patienten berichtete Ergebnisse bei einer Nachbeobachtungszeit von mindestens sieben Jahren (7 bis 8,5 Jahre) ohne einen einzigen Fall von Pfannenversagen in einer Kohorte von 143 Patienten.”
Hervorragende klinische- und von Patienten berichtete Ergebnisse bei einer Nachbeobachtungszeit von mindestens sieben Jahren (7 bis 8,5 Jahre) ohne einen einzigen Fall von Pfannenversagen in einer Kohorte von 143 Patienten.18
Klinische Ergebnisse
„Der Einsatz einer modularen Dual Mobility Komponente zeigte in einer Kohorte junger, aktiver Patienten nach primärer Hüft-TEP ein hervorragendes mittelfristiges Implantatüberleben mit minimalen Hinweisen auf Korrosion und Metallionenfreisetzung.“
In einer prospektiven Studie mit 43 jungen, aktiven Patienten nach primärer Hüft-TEP mit modularem Dual-Mobility-Konstrukt wurden nach fünf Jahren signifikante Verbesserungen der funktionellen Ergebnisse sowie niedrige Revisionsraten und nur geringe Anstiege der Metallionenkonzentrationen beobachtet.19
Novae® Dual Mobility verbessert die Gelenkbeweglichkeit und reduziert das Luxationsrisiko nach vollständigem Hüftersatz.
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JR-GSNPS-SYK-3207302